Dies und Das

Beltane – willkommen, Sommer!

Beltane ist ein uraltes keltisches Fest. Es wird gefeiert in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai und leitete nach altem Brauch den Sommerbeginn des Jahres ein.

Zur Herkunft des Namens Beltane liest man auf viversum.de, dass Historiker und Linguisten sich einig seien, dass der Name des alt-irischen „Beltaine“ vom keltischen Begriff „belo-tenîa“ abstammt. Dieser bedeutet „helles Feuer“.

Auf den Webseiten der Jahreskreisfeste.info heißt es, dass Beltane das Fest der „Strahlenden Sonne“ war (bzw. ist). BEL bedeutet strahlend, leuchtend, glänzend. TENE oder auch TEINE ist das „Feuer“. Der keltische Sonnengott trägt den Namen „Belenus“, „Bel“, „Bal“.

Ursprünglich, erfahre ich weiter, wurden am keltischen Frühlingsfest die Schafs- und Viehherden auf die Sommerweiden getrieben. Da die keltischen Stämme überwiegend von der Viehwirtschaft lebten, kam dem Fest Beltane eine große Bedeutung zu.

Beltane wird auch als das Fest der großen Vermählung oder Heiligen Hochzeit, der Vermählung von Himmel und Erde, gefeiert. In den germanischen Bereichen ist diese Götterhochzeit überliefert in der Brautwerbung Odins um die Himmelsherrin Freya. (jahreskreis.info)

Die alten Jahreskreisfeste waren reicht an Ritualen. Eine Vielzahl davon listet viversum.de auf. Ich fasse sie kurz zusammen:

Bei vielen Ritualen stand das Feuer im Mittelpunkt. Es spendete Wärme und symbolisierte die starke Sommersonne, welche das Leben schenkte. Es wurden große Feuer angezündet damit es in seiner Herrlichkeit nicht geschmälert wird, wurden alle Fackeln, Kerzen und Herdfeuer gelöscht.

Auch Opferrituale wurden abgehalten. Den Göttern wurden vornehmlich junge Lämmer als Opfer dargeboten. Später entwickelten sich daraus die Festgelage, bei denen vor allem viel getrunken und gespeist wurde.

Wieder andere überlieferte Rituale bezogen Pflanzen ein. Fenster und Hauseingänge sowie die Gerätschaften, die man zur Herstellung von Butter und Käse benötigte, wurden mit heiligen Hölzern wie Stechginster, Haselnuss-, Eberesche- und Weißdorn geschmückt. Die Kühe schmückte man, wie sich selbst auch, mit Blumengirlanden. Das Verzieren eines Maibuschs – in der Regel ein Weißdornbusch oder eine Eberesche – mit Blumen und Schleifen gehörte ebenso zu Beltane. Der Maibaum entstammt wohl ebenso der Tradition des Beltane. Er wird in manchen Quellen als der Baum beschrieben, der zwischen den beiden Freudenfeuern stand und um den man herumtanzte. Der heilige Baum/Strauch des Beltane-Festes ist der Weißdorn.

Zu Beltane wurde die Beziehung zur Erde als eine Liebhaberin gefeiert. Dazu wurden Fruchtbarkeitsriten abgehalten. „Man verlor jeden Sinn für Prüderie in dieser Nacht, Sex war sowohl zeremoniell als auch praktisch ein zentraler Aspekt der Feierlichkeiten zu Beltane. Man wählte einen Maikönig und eine Maikönigin – sie standen im Mittelpunkt des Festes und präsentierten die Fruchtbarkeit der Erde bzw. symbolisierten Naturgötter.

Teilweise sind sogenannte Hirschjagden überliefert, bei denen der Maikönig einen Hirsch erlegen musste, ehe er zu seiner Maikönigin vorgelassen wurde. Eine heilige Hochzeit bzw. Vereinigung der beiden Auserwählten krönte ihre Zusammenkunft.

Ein bekanntes Hochzeitsritual war das Handfasting, bei dem das Leben eines Mannes und einer Frau durch das zusammenbinden ihrer Handgelenke mit einem Band symbolisch vereint wurde.“ (viversum.de)

Wasser-Rituale sollten den Frauen Fruchtbarkeit, Schönheit und Glück in der Liebe bescheren. Junge Frauen wälzten sich dazu im Morgentau oder sie sammelten ihn, um sich darin zu waschen und zu baden.

Nicht zu vergessen sind die Gebete und Lieder. Es wurde getanzt und gesungen, Gedichte wurden rezitiert und Gebete gesprochen. Mutter Natur wurde besungen. In den Liedern und Gedichten bat man um fruchtbare Erde und um den Schutz für die Tiere. Der Winter wurde verabschiedet, der Sommer willkommen geheißen.

Vielleicht sind diese Hinweise Inspiration für dich, dieses Fest nach deinem Geschmack zu gestalten. Mit deinen eigenen Gebeten für Mutter Erde, mit eigenen Gedichten und Liedern, mit einem kleinen Schmuck für deine Wohnung, die Fenster und die Türen, mit einem kleinen oder einem symbolischen Feuer (Kerzen) – wie auch immer. Liebe das Leben, danke für das, was ist. Willkommen, Sommer!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s